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Jazz Biographies

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DE COCK, Omer

* Belgium, 09.04.1911; Tenor saxophone, Baritone saxophone, Clarinet, Violin

Ab dem Alter von 6 Jahren bekam er Violinunterricht, mit 12 Jahren trat er ins Orchester seines Vaters ein, das im Kino Stummfilme begleitete. Mit Freunden gründete er eine Amateurband, in der er Klarinette spielte; das Instrument hat er selbst erlernt. Später lernte er auch Tenorsaxophon spielen, trat als Ersatz einem angeblich aus farbigen Musikern bestehenden Orchester namens Rivers bei. Anschliessend spielte er als Berufsmusiker in der Black and White Band, dann mit Jack Kluger's Collegians und in weiteren belgischen Grossformationen. 1935 reiste er in die Schweiz, um in der Band von Fred Böhler mitzuwirken. In Zürich kam er in Kontakt mit Berry Peritz, mit dem er während zwei Monaten Coleman Hawkins – sein musikalisches Idol – begleiten durfte und mit diesem auch Schallplatten aufnehmen konnte.

Anschliessend engagierte ihn Teddy Stauffer in sein Orchester, wo er bis im Sommer 1939 verblieb. Dann kehrte er nach Belgien zurück.

Bei Kriegsausbruch gründete de Cock mit weiteren Berufsmusikern ein Armeeorchester, geriet angeblich in deutsche Gefangenschaft, durfte aber in Deutschland spielen und auch für ein Engagement auch in die Schweiz ausreisen, wo er dann bis Friedensschluss verblieb.

Bis 1942 spielte de Cock bei Fred Böhler und nahm mit ihm auch Platten auf. Anschliessend finden wir ihn in den Bands von Lothar Löffler, Bob Wagner, Bob Engels und Jerry Thomas. Später trat er wieder in Belgien in Erscheinung.

Omer de Cock, ein quirliger Zeitgenosse, war auf dem Tenorsaxophon ein hervorragender Improvisator. Er spielte in der Tradition von Coleman Hawkins und ist auf verschiedenen Schallplattenaufnahmen zu hören, etwa in "Meditation" von Teddy Stauffer.

[Otto Flückiger]

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