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Jazz Biographies

Detail

DUPUIS, Gustave "Gugu"

* Montreux, 03.04.1917, † Zürich, 24.02.2013

Trumpet, Violin

Ab dem Alter von 7 Jahren lernte er Geige spielen, mit 14 Jahren ging er ans Konservatorium, vertauschte aber seine Geige bald gegen eine Trompete. Hier machte er rasche Fortschritte; 1934 konnte ihn Louis Comte als Volontär . vorerst ohne Lohn . ins Orchester im Casino Kursaal und im Palace Hotel in Montreux engagieren. Als 1935 Louis Armstrong nach Montreux kam, hörte er Dupuis spielen, nahm ihn in seine Arme, klopfte auf die Schulter und sagte: "Yeah, yeah, you are a good boy". Dann schenkte ihm Louis ein Selmer Mundstück. Gugu war tief gerührt.

1935 ging er mit Comte nach Genf ins Cabaret Maxim, traf dort Morris Einhorn, der Leute für eine Band suchte, sie sollten im Genfer Mac Mahon Coleman Hawkins begleiten.

Gugu sagte sofort zu und konnte dann von September 1936 bis Mai 1937 mit dem Tenorgiganten Hawkins auftreten.

Als Hawkins Vertrag auslief, wurde er durch Jo Grandjean ersetzt. Die Band konnte u. a. auch Benny Carter an einer Veranstaltung für die Genfer Studentenvereinigung begleiten.

1938 reiste Gugu mit dem Pianisten Chico Rossi nach Italien, wo er auch für den Duce Benito Mussolini ein Konzert gab.

Zurück in der Schweiz spielte er mit James Boucher, Bob Engel, Lothar Löffler, bis er 1942 bei den Lanigiro eintrat. 1946-47 arbeitete er bei Fred Böhler. René Bertschy holte ihn dann in seine Continentals, wo er bis 1941 verblieb.1952 war er bei Art Peyer. Anschliessend wurde er ein reguläres Mitglied des Radio Unterhaltungsorchesters (UOR), das nacheinander unter Leitung von Cedric Dumont, Hans Moeckel und Peter Jacques stand und wo er von 1953 bis Mitte 1982 verblieb. Nach seinem Austritt aus dem Berufsleben gab er noch Musikunterricht in Bülach, bis er aus gesundheitlichen Gründen das Musizieren endgültig aufgeben musste.

Gugu Dupuis, der im Spiel stark von Louis Armstrong beeinflusst war, galt als einer der besten Improvisatoren in der Schweiz; sein ausgewogenes Solo bei der Aufnahme "Sweet Georgia Brown" mit dem Lanigiro Sextett erlangte Kultstatus bei jüngeren Schweizer Jazztrompetern.

[Otto Flückiger]


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