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Jazzbiografien - Detail

GRANDJEAN, Jo

* Genf, 19.01.1907; Männerstimme; Tenorsaxophon, Altsaxophon, Klarinette, Violine

Jo Grandjean lernte zuerst Violine spielen, kam im Alter von 17 Jahren in Kontakt mit verschiedenen Amateurmusikern und Bands, u. a. auch mit dem etwas älteren Ed Cohanier. Dort lernte er Altsaxophon, später auch Tenorsaxophon und Klarinette, dabei machte er rasche Fortschritte, sodass er im Jahre 1925 als Berufsmusiker auftreten konnte. 1929 trat er in Bern im Chikito auf. Vier junge Berner "Giele" – Amateure, später unter dem Namen Teddies berühmt – schlugen ihm vor, mit nach Berlin zu reisen. Grandjean verneinte, versuchte ihnen das riskante Unternehmen auszureden. Im nachfolgenden Jahr war er trotzdem in Berlin mit dabei.

Zurück in der Schweiz spielte er vom Herbst 1931 bis 1933 in der Band von Geo Lanz, hernach bei den Troubadours, aus deren Besetzung Bob Engels populäres Radioorchester hervorging. Bis zur Gründung einer eigenen, regulären Band blieb Grandjean bei Bob Engel, im Frühjahr 1937 konnte er kurzfristig den ausscheidenden Coleman Hawkins bei Morris Einhorns "Morris and his Music" im Genfer Lokal "Mac Mahon" ersetzen.

Ab 1937 leitete er – mit Unterbrechungen – bis in die Sechzigerjahre seine eigene Band, wo er gute Musiker wie Gugu Dupuis, Hans Berry, Michael Gross, Max Oberle, Marc Junod u. a. beschäftigte. Einer der Unterbrüche war seine Mitwirkung bei der Neugründung der Red Millers im Jahr 1945.

Nach seinem Rückzug vom Musikerberuf leitete er in den Siebzigerjahren das Büro des SFM in Bern.

[Otto Flückiger]

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