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Jazz Biographies

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CHOQUART, Loys

* Geneva, 11.10.1920, † Puplinge, 10.12.1989; Alto saxophone, Tenor saxophone, Clarinet

Vom fünften Lebensjahr an erteilte ihm seine Mutter, eine hervorragende Musikerin, Klavierunterricht. Mit sechzehn Jahren lernte er zusätzlich Klarinette und Saxophon. Ab 1939 betreute Loys Choquart regelmässig Jazz-Sendungen für Radio-Genève. In jener Zeit waren diese die einzigen Jazz-Produktionen in französischer Sprache, da im besetzten Frankreich der amerikanische Jazz verboten war. Während den nächsten 20 Jahren wurde Choquart über die Landesgrenze hinaus bekannt und motivierte damit viele Musiker-Talente.

1942 gründete er die "New Rhythm Kings", zusammen mit Musikern wie Eric Brooke (tp) und Bib Thévenaz (p). In dieser Zeit nahm er die erste Schallplatte für "Parlophone" auf. Von 1943 bis 1951 leitete er sein bekanntestes Orchester, die "Dixie Dandies". 1952 stellte Loys Choquart ein Orchester im typischen "New Orleans" Stil zusammen mit den beiden berühmtesten Trompetern: Francis Selleger, dem Mitstreiter der ersten Stunde und Francis Bonjour, Nachwuchs aus Neuenburg, der sich später mit den "Wild Cats" auszeichnete. In der Formation, "Créole Jazz" genannt, waren ebenfalls dabei Bibus Dufour (tb) und Alain du Bois (bjo). Die Schallplatten, welche für "Columbia" aufgenommen wurden, erhielten 1955 den "Prix Jazz Hot".

Loys Choquart löste dann das Orchester auf und richtete sich musikalisch neu aus. Das Altsaxophon wurde zu seinem Hauptinstrument, und er gründete ein Quintett mit einem Vibraphon und einer eher modern spielenden Rhythmusgruppe. 1955 übernahm Loys Choquart den Nightclub "La Tour" und verliess vorübergehend die Jazzszene. Erst 1977 fand er zum Jazz zurück.

Choquart war ein sehr versierter Klarinettist mit exzellenter Technik etwa im Stil von Barney Bigard oder Omer Simeon. Am Alto besass er einen starken Ton, und seine Spielart und sein Temperament erinnerten an Russel Procope.

[Michel Pilet]

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