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Jazz Biographies

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BOURU, Pierre

* Geneva, 23.04.1928; Drums

Pierre Bouru begann seine Musikerlaufbahn als Schlagzeuger bei den Dixie Dandies, gründete dann mit Henri Chaix und Claude Aubert die New Rhythm Band, eine Formation, die sich namentlich am Festival von Ostende in Belgien auszeichnete und in den Fünfzigerjahren zum Orchestre Claude Aubert wurde. Nach seinem Weggang gründete er sein eigenes Quintett, das an den Festivals von Antibes/Juan les Pins 1960, Bologna 1961 und Antibes 1962 als Vertreter der Schweiz teilnahm. Hauptberuflich arbeitete er als Autoverkäufer, gab dann diese Anstellung auf, übersiedelte 1965 für einige Zeit nach Paris, um dort ein richtiges Musikerleben zu führen, und spielte mit Grössen wie Bill Coleman, Claude Luter, Guy Lafitte und Stéphane Grappelli.

1968 kehrte er nach Genf zurück und spielte hauptsächlich mit Formationen im alten Stil, namentlich mit den Wild Cats, den Papa's aus Lausanne, bei denen er öfters die Vertretung des designierten Schlagzeugers Alain Petitmermet übernahm, mit dem Vieux Carré, mit dem Orchester von Jacky Millet, das sehr oft Claude Luter bei seinen Auftritten in der Schweiz begleitete, aber auch mit moderneren Musikern wie Pierre Jomini oder Paul Thommen.

Lange Zeit stand er der "La Suisse" als Kolumnist für die Sparte Jazz zur Verfügung, schrieb für diverse Zeitschriften und moderierte Sendungen für das Westschweizer Fernsehen. Er leitete verschiedene Clubs, so den Cat Club, dann den Kit Cat Club und 1971 den Club des 5 Rues in Mégève. Während der Winter- und der kurzen Sommersaison lebte er in Mégève und in der Zwischensaison in Genf. Im 5 Rues spielte er jeden Abend mit den besten Musikern aus Paris, unter anderem mit Claude Luter, Maxime Saury, Stéphane Guérault, und ab und zu auch mit Musikern aus Genf.

1971 übernahm Bouru die Nachfolge von Jean-Pierre Rossmann als Leiter des Jazz Estival. Mit seiner eigenen Konzertagentur Unijazz organisierte er im Auftrag der Stadt Genf eine Vielzahl von Konzerten, u. a. die Leitung der Sommerkonzerte im Théâtre de Verdure im Parc des Eaux-Vives.

[Michel Pilet]

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