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Jazzbiografien

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BRIELMANN, René

* 1923, † Arlesheim, 10.02.2006; Elektropiano, Klavier

René Brielmann ist vielen Baslerinnen und Basler ein Begriff. Dies in erster Linie seiner vielen Kompositionen und Arrangements wegen, die er für Basels berühmtestes Blasinstrument, das Piccolo, geschrieben hat. Nicht nur der eingefleischte Fasnächtler kennt seine Märsche wie etwa der Altfrangg, der Naarebaschi (einer der wohl meist gespielten Märsche), der Dummpeeter, Hanswurscht, Brandgass Räg, Waliser, Domino, Yankee, Marche bâloise, Hornpipes, Veegel oder der Unggle Sam.

Mit fünf Jahren begann René Klavier zu spielen. Sein Vater war engagierter Hobbygeiger und schon bald durfte René seinen Vater auf dem Klavier begleiten. Die Brielmanns hatten ihr eigenes Hausorchester. Als 13-Jähriger besuchte er die Pfeiferschule der Jungen Garde des Central Clubs Basel (CCB) und schon ein Jahr später komponierte Brielmann seinen ersten Marsch. "Dr Knopfli" heisst er, wurde nie veröffentlicht, und – so der Komponist selber – nie recht gepfiffen, da er voller Fehler und daher auch nicht pfeifbar war. 1946, mit der ersten Nachkriegsfasnacht, fand Brielmann's erster veröffentlichter Marsch seine Uraufführung: "Dr Stadtpfyffer", geschrieben für den CCB.

Brielmann war gelernter Drogist. Während der Kriegszeit spielte er aber vor allem viel Klavier, denn Bar- und Jazzpianisten waren den schweren Umständen wegen (Generalmobilmachung) Mangelware. Zu den musikalischen Vorbildern gehörten Glenn Miller, Count Basie, Benny Goodman, aber auch Teddy Stauffer, Peter Grender und der Basler Lothar Löffler. 1946 bis 1953 griff René Brielmann als Mitglied der bekannten Fred Manys-Band (mit Auftritten im Gundeldinger-Casino oder an Sommerbällen auf der Kunsti Margarethenpark) in die Tasten und zehn Jahre (1954-1964) war er der Pianist im Tex Berry Sextett, dem damaligen Hausorchester des Binninger Schloss. Doch sein berufliches Engagement, mittlerweile in der Apotheke des Kantonsspitals, zwang ihn, kürzer zu treten. Klavier spielte er nur noch "aushilfsweise" bei den Albertis von Hans und Werner Schneider.

Bis zum 25-Jahr-Jubiläum 1974 war er aktiver Pfeifer der Gundeli-Clique.

[Markus Weber]

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