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Jazz Biographies

Detail

ANDRINI, Lou

* Bern, 11.12.1923, † 02.05.2002

Voice, Trumpet, Guitar, Bandonion

Nach drei Jahren Unterricht am Konservatorium spielte er mit verschiedenen Amateurgruppen, u. a. mit den "Linder Brothers", einer Bigband unter der Leitung von Pit Linder, die jedoch nie öffentlich auftrat.

Seine professionelle Laufbahn begann er 1942 mit der sagenumwobenen Berner Altsaxofonistin Alice Stucky im Hotel Terminus in Spiez. 1943 arbeitete er kurz bei James Kok. Am Ostermontag 1944 folgte Andrini dem Ruf von Mac Strittmatter, und ersetzte dort den aus gesundheitlichen Gründen ausscheidenden Charles Matthey. Strittmatter vergrösserte in der Folge sein Ensemble zur Bigband, die 1945 in Zürich für die Marke Polydor Schallplatten aufnehmen konnte. Im Frühjahr 1946 musste Strittmatter aus ökonomischen Gründen den Personalbestand der Bigband reduzieren. Lou Andrini trat den "The Berry's" bei, wo er bis zum 15. Dezember 1947 verblieb.

Nach einer Wintersaison im Palace in Wengen mit Willy Martin, kurzen Engagements mit Freddie Holt, Marino Marini und Johnny Kobel, gründete er am 15. Dezember 1975 eine eigene Tanz- & Jazzband: "Lou and his Combo", später umbenannt in "Lou and the Spots". In dieser Band, die bis Juni 1975 existierte und vorwiegend in Kur- und Ferienorten auftrat, wirkten bekannte Solisten wie Marc Junod (p), Walter Leibundgut, (tb), Pierre Favre (dr) und die Sängerin Vickie Henderson mit.

Lou Andrini musste aus gesundheitlichen Gründen den Musikerberuf aufgeben.

Anschliessend übernahm er an Stelle des pensionierten Bill Mantovani die Leitung des Zürcher Büros des SFM (Schw. Facharbeitsnachweis für Musiker), die er bis zu seinem Ableben inne hatte.

Lou Andrini trat als Trompetensolist wenig in Erscheinung. Sein Lieblingsinstrument war die Gitarre, die er, als einer der ersten in der Schweiz, mit einem selbst gebauten Verstärker spielte. Django Reinhardt, ohne sein eigenes akustisches Instrument 1947 zu einem Aufritt im Kursaal Luzern angetreten, bekam dessen Instrument ausgehändigt und spielte . unverstärkt . auf Andrinis Gitarre.

[Otto Flückiger]


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