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Jazz Biographies

Detail

WYSS, Paul de

* Château-d'Oex, 22.10.1917

Piano, Alto saxophone, Clarinet, Accordion

Paul De Wyss begann mit einem Geologiestudium, verbrachte aber lange Zeit im Militärdienst, gab deshalb das Studium auf.

Als Autodidakt lernte er zuerst Klavier, dann Handorgel spielen. 1939 finden wir ihn bei Jamsessions auf der Berner Jazzszene, im Winter des gleichen Jahres spielte er in einem Quartett mit Hazy Osterwald im legendären Tea Room Matter in Engelberg. Später arbeitete er bei René Risler, in der Band von Jo Grandjean im Zürcher Esplanade und 1944 in Bob Wagners Orchester im Hotel Drei Könige in Basel. Nach Kriegsende leitete er während drei Wintersaisons (1945, 1946 und 1947) im Hotel Titlis in Engelberg ein eigenes Trio (nach seinen Worten: "in der Art von King Cole"), dem auch der Schlagzeuger Fritz Stähli angehörte. Ab 1946 trat de Wyss zunehmend als Solopianist auf, spielte auch bei Radio Basel und Bern und unternahm Auslandstourneen nach Holland, Dänemark, Schweden und Portugal.

In späteren Jahren gab er noch privat Musikunterricht.

Auf seine Einstellung zum Jazz angesprochen, sagte er: "Ich bin ein Jazzer und habe das absolute Musikgehör. Als Amateur war ich eine Art Progressiver. Teddy Wilson war mein Vorbild". Und fügte hinzu: "Aber man musste halt überall Konzessionen machen: Walzer, Musette, Tango usw., da musste auch die Auswahl der Musiker stimmen, um allen Aufgaben gerecht zu werden".

Paul De Wyss galt in Musikerkreisen als bemerkenswerter Pianist, unseres Wissens hat er aber nie Schallplatten aufgenommen.

[Otto Flückiger]


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