Tel. +41 58 465 73 44 | fnoffice@nb.admin.ch

Logo FN

Schulfunksendungen (Pestalozzianum)

Schulfunksendungen (Pestalozzianum)

Die Schulfunksendungen bei der Schweizerischen Nationalphonothek stammen aus der Sammlung der Bibliothek des ehemaligen Pestalozzianum (heute PH Zürich), einem Fonds von über 1'400 Magnetbändern. Die Sendungen wurden von den Deutschschweizer Radiostudios zwischen 1954 und 1990 ausgestrahlt. Hier finden Sie eine Auswahl einiger Schulfunksendungen aus den 60er Jahren zu den Themen Musik, Kunst und Geschichte. Die erfassten Sendungen möchten den interessierten Zuhörern nicht nur Inhalte vermitteln, sondern - besonders den jüngeren Zuhörern - auch eine Idee der damaligen Lebensumstände vermitteln.

Falls Sie interessiert sind, können Sie in unserem Katalog stöbern und etwas Besonderes zu anderen Themen finden.

Schuldossiers

Kunst
Schweizergeschichte
Musik

Kunst:

Schweizergeschichte:

Musik

Top

Erklärungen: Schweizerische Schulfunksendungen

von Sonja Cavadini

Archiv der Forschungsbibliothek Pestalozzianum, ZürichDie Geschichte des Schweizerischen Schulfunks begann, als die Pädagogen das Radio als ideales Medium entdeckten, um Schülerinnen und Schülern „die Gesetzmässigkeiten der Welt und des Lebens zu vermitteln“. Die Idee, den Rundfunk als Medium zur breiten Volksbildung zu nutzen, war sehr verbreitet. Deutschland startete bereits 1926 mit den ersten Schulfunksendungen und in der Schweiz brach ab 1932 ein wahres Schulfunkfieber aus. Radio sollte Wissen in die Schulstuben bringen und den Unterricht ergänzen.

„Das Radio überbrückt Entfernungen und besiegt die Einsamkeit“ war 1956 das Motto der Radio-Aktion << Eine Schulklasse, ein Radioempfänger >>. 1960 verfügten in der Tat alle Volksschulen über die notwendigen Einrichtungen für den Schulfunkempfang.

Der Schulfunk stützte sich in den 60er Jahren auf eine Zentralkommission, drei Regionalkommissionen, den drei Sprachgebieten entsprechend sowie auf sechs den sechs Studios der SRG zugeteilten Lokalkommissionen. Solch ein nationaler Aufbau wurde damals als nötig erachtet, da:

der Schulfunk der Unterstützung aller bedurfte, um in die Schulen einzudringen. Auch heute könnte er auf diese Hilfsbereitschaften keinesfalls verzichten. Es ist unerlässlich, dass in jeder Stadt mit einem Radiostudio eine direkte Verbindung zu den pädagogischen Kreisen besteht, welche unmittelbar für die Ausarbeitung der Sendungen beizuziehen sind.“ (SRG-Jahresbericht 1961)

Archiv der Forschungsbibliothek Pestalozzianum, Zürich Welche Themen wurden in jenen Jahren bevorzugt? Untersucht man die Programme näher, so erkennt man ein Programmschema, das der Musik bei weitem den ersten Platz einräumt, danach folgen der Reihe ihrer Bedeutung nach: Reiseberichte in Raum und Zeit, Literatur und Theater, Naturwissenschaften und Sittenlehre.

Die Schulfunksendung sollte den Unterricht der Lehrer und Lehrerinnen durch ergänzende Elemente vervollständigen. Reiseberichte, die lebendige historische Darstellung von Ereignissen und die bühnengerechte Interpretation von Theaterstücken stellten unvergleichliche Bildungselemente dar. Auch Wissenschaften vertrugen sich sehr gut mit dem Reporter und seinem Mikrophon. Das Thema der Sittenlehre und Erziehung wurde zusätzlich „zum täglichen Wirken des Lehrers“ von aussen durch das Medium Radio unterstützt. (SRG-Jahresbericht 1961)

Quellen:
SRG Jahresberichte 1956, 1959, 1960, 1961
Homepage DRS2

Top

Bilder

 © Archiv der SRG, bei der Generaldirektion in Bern  © Archiv der SRG, bei der Generaldirektion in Bern

© Archiv der SRG, bei der Generaldirektion in Bern

© Archiv der SRG, bei der Generaldirektion in Bern

Archiv der Forschungsbibliothek Pestalozzianum, Zürich Archiv der Forschungsbibliothek Pestalozzianum, Zürich

Archiv der Forschungsbibliothek Pestalozzianum, Zürich

Archiv der Forschungsbibliothek Pestalozzianum, Zürich

Logo Schweizerische Eidgenossenschaft, 
Conféderation Suisse, Confederazione Svizzera, Confederaziun svizra


Eidgenössisches Departement des Innern EDI - Schweizerische Nationalbibliothek NB


© Schweizerische Nationalphonothek. Alle Rechte der elektronischen Veröffentlichung sind der Schweizerischen Nationalphonothek, Lugano, vorbehalten. Die kommerzielle Verwendung der Informationen ist untersagt.
Elektronisch publizierte Informationen und Zitate unterliegen den gleichen Regeln wie gedruckte Texte. Es gilt das Schweizerische Urheberrechtsgesetz (URG). Für Copyright und Zitierregeln siehe: www.fonoteca.ch/copyright_de.htm

URL: