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Save the BRS

An einem entlegenen Winkel der Welt, obwohl dieser Ort in Wirklichkeit eigentlich gar nicht so abgelegen ist, denn er liegt in der Nähe von Soweto, Johannesburg, und Pretoria, den größten Städten Südafrikas, sind wir durch Zufall auf eine wirklich fantastische Einrichtung gestossen, die sich ganz der Welt der Klänge widmet.

Es ist das BOP Recording Studios & Resort (BRS), das in den frühen neunziger Jahren vom Schweizer Architekten Thomas Rast und dem weltbekannten Akustiker Tom Hidley entworfen und gebaut wurde.

Die Zeitspanne, in der die Einrichtung konzipiert wurde, ist genau die Zeit, in der in Sachen Ton der Übergang von der analogen zur digitalen Technik, von der unverdrossenen Suche nach Qualität zur Konzentration auf Quantität stattfand. Dies alles wird im BRS sehr schön veranschaulicht.

Die Akustik, das Design, die Auswahl der Materialien, die eingebaute Ausrüstung und die zum Teil zukunftsweisenden technischen Lösungen machen sie zu einem Kultobjekt, das weltweit einzigartig und heutzutage nicht replizierbar ist - eines Eintrags in die Liste des Weltkulturerbes würdig.

Aufgrund der instabilen politischen Verhältnisse in dem Land gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts oder weil einige skrupellose Geschäftsleute, die zu dieser Zeit die Verantwortung trugen, nicht in der Lage waren, den Wert der Einrichtung zu erkennen, meinte es das Schicksal bedauerlicherweise nicht gut mit dem BRS. Dies führte dazu, dass es in den letzten Jahren faktisch nicht mehr genutzt wurde.

Eine solche Einrichtung verfällt jedoch, wenn sie nicht genutzt wird.

Save the BRS ist eine technische Kampagne, die von der großen Begeisterung des technischen Geschäftsführers der Schweizerische Nationalphonothek Stefano S. Cavaglieri, für eben diese Dinge getrieben wird, und die von der Phonothek selbst mit dem Ziel unterstützt wird, dem BRS durch eine Renovierung den alten Glanz zurück zu geben und der Einrichtung einen neuen Stellenwert zu verschaffen, indem man das Aktivitätsspektrum der Einrichtung erweitert und sie als technisches und akademisches Exzellenzzentrum für Südafrika und die Nachbarländer in den Kontext der Bewahrung des Klangerbes einbindet.

Das Leitmotiv dieser Initiative ist, um in der Fachsprache der Musik zu bleiben, das, was die Phonothek "Raising the Q-bar", also die Steigerung des Qualitätsniveaus, nennt und wie bereits in der Vergangenheit, als man mit dem Mexikanischen Nationalen Tonarchiv zusammenarbeitete, um ein Exzellenzzentrum für Lateinamerika zu gründen, verfolgt sie das Ziel, einerseits Unterstützung bei der Bewahrung des Klangerbes der Welt zu leisten und andererseits die Verbreitung dieses Erbes zu fördern, indem man den Nutzern eine möglichst hohe Qualität des Hörens gewährleistet.

Weitere Informationen, technische Einzelheiten und Bilder finden Sie unter: English

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